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Das Image der Piratenpartei

“Wo hast du denn deine Augenklappe gelassen?”, diesen und ähnliche Sprüche bekomme ich oft zu hören, wenn ich politisch irgendwo neu ankomme. Er zeigt, dass Parteien stets mit einem Image verbunden werden, wir jedoch kein ernsthaft wahrgenommenes haben. Die SPD ist immer noch die “Arbeiterpartei”, die CDU steht für die Unternehmen ein, die Grünen, die Linken, u.a.m., sie alle  stehen für ein Lebensgefühl. Der Wähler findet sich in diesem Lebensgefühl wieder, sieht “Die ticken wie ich, die kann ich wählen”.

Wofür stehen die Piraten?
Sie verkörpern das Digitale Zeitalter. Sie verstehen die digitalen Instrumente wie ein Handwerker als Werkzeug zu benutzen. Sie bewegen sich tagtäglich in dieser Welt, wissen die Gefahren richtig einzuschätzen, und die Chancen zu erkennen und zu nutzen. So, wie ein Handwerker mit gutem Werkzeug umzugehen weiß, so nehmen die PIRATEN das Digitale Zeitalter an und wissen es geschickt einzusetzen.

Das betrifft aber alle Bereiche des menschlichen Lebens. Jeder Arbeiter, jeder Unternehmer, jeder Grüne und jeder Linke nutzt ebenfalls die digitalen Werkzeuge, könnte sich also auch in den PIRATEN wiederfinden.
Wir stehen nicht nur für eine Gruppe, sondern für Vernunft! Die ist in jeder Gruppe, in jedem Bereich, sogar in der Politik, stets willkommen. Wenn wir dieses für uns verinnerlichen, danach leben, dann werden wir auch so wahrgenommen – und gewählt. Wie schon gesagt: Wir verkörpern ein Lebensgefühl!

Wir sind eine eigenständige Partei des Digitalen Zeitalters, die nicht für “eine Richtung” steht, sondern frei in alle Richtungen, stets mit Sachverstand und Vernunft, unterwegs ist! Wenn jeder PIRAT das verinnerlicht, selbst dieses Lebensgefühl lebt, den Mitpiraten vertraut, dann werden wir auch wieder wahrgenommen, respektiert und akzeptiert. Dann wird die Piratenpartei in der Zukunft sogar eine ganz wichtige Rolle spielen.

Davon bin ich absolut überzeugt.

Zusammengefasst:
Wir PIRATEN sind Menschen, die bewußt mit und in der Digitalen Welt leben. Themen, die besonders dort extrem auftreten, wie das  „Urheberrecht“ beispielsweise, werden kompetent von uns vertreten. Und zwar nicht nur im Internet, sondern ständig und überall und in allen Lebenslagen.


Dies ist meine private Meinung, die ich bitte gründlich zu kommentieren. Es ist wichtig, dass wir für 2017 unser Image finden und damit einheitlich auftreten, damit die Wähler sich mit uns identifizieren können. Vielleicht schafft es jemand™ dieses Image in einem Satz, oder besser noch in einem Wort, zu beschreiben. Das Ausarbeiten von Kernaussagen, die Imagefindung und das Öffentliche Auftreten, wird in der Regel in den Parteien zwei Jahre vorher angegangen. Es wird also Zeit. (Tatsächlich arbeitet der BuVo auch bereits daran.) ;-)
 

2 Kommentare zu “Das Image der Piratenpartei

  1. Bernd Scholand

    Hier mal ein Zitat eines „unbekannten Piraten“, wie die Medien uns sehen:

    ‚Die Piraten sind ein Haufen unsozialer, selbstverliebter Hartz IV Empfänger, die nichts können, aber meinen, nur sie seien Profis in allem, ohne es gelernt zu haben.‘

    Der Eindruck drängt sich tatsächlich manchmal auf. – Nicht in Bielefeld und auch nicht in meinem sonstigen bekannten (hauptsächlich kommunalem) Umfeld! ;-) Aber … – Oder ist das total an den Haaren herbeigezogen? – Ist bestimmt eine Diskussion wert.

  2. Parteien verändern sich, und die Piraten sind heute sicherlich nicht mehr die Partei, die sie bei ihrer Gründung waren. Ich möchte dennoch ein paar Gedanken äußern, wo die Partei aus meiner Sicht ihren Ursprung hat.

    Die Menschen, die vor nun fast 9 Jahren diese Partei gegründet haben, waren jene, die als Kinder, Jugendliche und zum Teil noch als junge Erwachsene die Welt „vor dem Internet“ kannten: Eine im wahrsten Sinne des Worte begrenzte Welt, als Nachrichten noch aus der Tagesschau oder der Tageszeitung kamen, als Telefone noch ein Kabel hatten (und vielleicht sogar eine Wählscheibe), als Daten noch auf Disketten ausgetauscht wurden. Eine Welt, die fast vollständig außerhalb unserer eigenen Reichweite war. Dann kam das Internet, oder besser gesagt: Das World Wide Web. Und plötzlich stand einem jungen Menschen die ganze Welt offen – so hat es sich zumindest angefühlt. Die Grenzen von Zeit und Raum waren gesprengt.

    Der freie Austausch von Informationen – Texte, Bilder, Musik, später Videos – hat plötzlich allen zugänglich gemacht, was vorher nur wenigen vorbehalten war. Reproduktionskosten für Bücher, CDs, Videokassetten sanken praktisch auf null. War man vorher der einzige, der sich für etwas Interessierte, stellte sich nun heraus, dass es noch Dutzende, Hunderte, Tausende anderer gab, die die gleichen Vorlieben, Probleme, Fragen hatten. Die Welt schrumpfte plötzlich auf einen Bruchteil ihrer vorherigen Größe zusammen, und wurde gleichzeitig doch um ein Vielfaches größer. Was für eine Welt, in der plötzlich jeder Zugang zu allem haben konnte? Das World Wide Web war wie ein neuer, unentdeckter Kontinent, ein Land unbegrenzter Möglichkeiten, dass Reichtum und Freiheit für alle verhieß.

    Dann kamen die Mächtigen der alten Welt – jene, die zuvor den Zugang zu den Dingen kontrollierten, und die nun ihren Kontrollverlust fürchteten. Staaten und Konzerne machten sich gemeinsam daran, Menschen an der gemeinsamen Nutzung der Dinge zu hindern. Sie verfolgten jene, die das Tauschen von Informationen ermöglichten, weil so etwas nicht in Ihr Geschäftsmodell passte. Und sie verfolgten jene, die tauschten, von dem sie glaubten, dass es ihnen gehöre. Die neu gewonnene Freiheit der Menschen passte ihnen nicht, weil sie auf der anderen Seite Verlust von Geld, Macht, Einfluss und Kontrolle bedeutete. Als dann Konzern- und Staatsmacht gemeinsam in den Krieg zogen, um die Kämpfer für die Freiheit der Informationen zu zerstören, entschlossen sich ein paar mutige Pioniere, politischen Widerstand zu leisten.

    PIRATEN haben gesehen, welche Welt uns durch die globale Vernetzung von Mensch und Maschine eröffnet wird, sie haben verstanden, welche Chancen und Risiken in der Informationsgesellschaft liegen, und sie sind überzeugt, dass es notwendig ist, für die beste aller Welten politisch zu kämpfen. Während andere Parteien das Internet als einen Hebel zur Beförderung ihrer althergebrachten Ziele sehen, ist den Piraten klar, dass ein freies Netz selbst das Ziel sein muss. Ohne ein freies Netz, ohne den freien Informationsaustausch kann es im Informationszeitalter auch keine freie Gesellschaft, keine freien Menschen geben. Es ist ein Kampf für die Freiheit unserer Kinder und Kindeskinder.

    „Denkt denn niemand an die Kinder?“™

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