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Ratsgruppe Bürgernähe/PIRATEN stellt Anfrage zu Open Data im Stadtrat

Ratsgruppe Bürgernähe/PIRATEN stellt Anfrage zu Open Data im Stadtrat

Open Data soll in Bielefeld umgesetzt werden

 

Die Ratsgruppe Bürgernähe/PIRATEN hat im Stadtrat eine Anfrage zu den Kosten eines Open Data Portals der Stadt Bielefeld gestellt.

 

„Open Data“ – unter diesem Begriff werden Daten zusammengefasst, die frei zugänglich und für alle nutzbar von öffentlichen oder privaten Anbietern zur Verfügung gestellt werden. Viele Städte und Gemeinden, Bundesländer und selbst die Bunderegierung bieten inzwischen auf eigenen Internetportalen unterschiedlichste Daten zur freien Verwendung an, darunter z.B. die Standorte von Altkleidercontainern oder öffentlichen Toiletten, Strukturdaten zur Stadtentwicklung, Bevölkerungsstatistiken oder auch die Finanzdaten des Haushalts [1].

 

Ein wesentlicher Bestandteil von Open Data ist die Bereitstellung in einem Format, welches automatisiert ausgewertet und verarbeitet werden kann. So können Nutzer, Forschungsinstitute und Unternehmen die Daten verwenden, um neue Erkenntnisse zu gewinnen und neue Dienstleistungen und Anwendungen zu entwickeln. EU-weit werden die direkten und indirekten wirtschaftlichen Effekte, die sich aus Open Data und verwandten Konzepten ergeben, auf mindestens 140 Milliarden Euro jährlich geschätzt [2].

 

„Ein Open Data Portal für Bielefeld bedeutet eine Stärkung des wirtschaftlichen Potentials der Stadt, und kann zusätzlich zu einer effiizienteren und günstigeren Verwaltung beitragen. Dass Einrichtung und Betrieb eines Open Data Portals nicht viel kosten müssen, hat beispielsweise die Stadt Rostock gezeigt. Daher halten wir in Bielefeld ein Open Data Portal für machbar, auch trotz der klammen Haushaltslage, so Ratsherr Michael Gugat.

 

Piraten und Bürgernähe sehen in der konsequenten Umsetzung des Open Data Konzeptes einen Weg, die Qualität der städtischen Dienstleistungen zu erhöhen, Kosten zu senken und neue Möglichkeiten zu eröffnen. Sie werden sich in den kommenden Jahren mit Nachdruck dafür einsetzen, dass auch Bielefeld von dem weltweiten Trend zu Open Data profitieren.

 

 

[1] Beispiele für Open Data Portale: 

1. Portal des Bundseinnenministerums: https://govdata.de/

2. Open Data Portal Bremen: http://www.daten.bremen.de

3. Open Data Portal Hamburg: http://transparenz.hamburg.de/open-data

4. Open Data Portal Rostock: http://www.opendata-hro.de/

 

[2] Review of recent studies on PSI re-use and related market developments, Graham Vickery, Information Economics, Paris, 2011 http://ec.europa.eu/information_society/newsroom/cf/document.cfm?doc_id=1093

 

[3] Antwort der Stadt Bielefeld auf die Anfrage für den Haushalt Bielefeld in maschinenlesbarer Form: https://fragdenstaat.de/anfrage/haushaltplan-2014-der-stadt-bielefeld-in-maschinenlesbarer-form/

 

[4] Gemeinsames Positionspapier von DStGB (Deutscher Städte- und Gemeindebund), KGSt (Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement)  und Vitako (Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e.V.): http://www.dstgb.de/dstgb/Home/Positionspapiere/Open%20Data%20in%20Kommunen%20-%20Positionspapier%20von%20DStGB,%20KGSt%20und%20Vitako/Positionspapier%20Open%20Data%20Vitako_KGSt_DStGB.pdf

 

 

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